Woche 2 endlich geschafft!
Und das endlich meine ich leider wirklich.
Diese Woche war ein bisschen für den Müll.
In der Bibliothek ist aber alles super!
Am Mittwochabend gab es eine Veranstaltung. Hannes Saarinen, urprünglich aus Deutschland, erzählte vom Berlin der 20er Jahre. Er berichtete sowohl von den guten und schlechten Phasen der Weimarer Republik. Dabei orientierte er sich u.a. an ausgewählter Literatur, welche zu der Zeit erschien. Zum Beispiel Thomas Manns „Zauberberg“, „Deutschland, Deutschland über alles“ von Kurt Tucholsky oder Alfred Döblins „Alexanderplatz“. Viele der Bücher wurden danach auch fleißig ausgeliehen.
Zusätzlich spielte er noch seine liebsten Musikstücke aus der Zeit, welches den Zuhörern den Inhalt des Vortrages noch einmal näher brachte. Alle waren hellauf begeistert von Saarinens Bericht und anschließend wurde sich bei einem Glas Wasser oder Wein noch weiter über das Thema ausgetauscht.
Das mitzuerleben war super interessant und die Vorfreude auf die zwei weiteren Veranstaltungen, die noch folgen, wächst!
Sonst durfte ich mich diese Woche vor allem mit dem Neubestand der BIbliothek befassen. Dieser muss in das System eingetragen werden. Für die Vergabe der Signaturen wird keine Klassifikation genutzt, da in den 50er Jahren die Bibliothek selbst eine erstellt hat, welche bis heute weiter genutzt wird.
Nach der Erfassung wird natürlich auch die Signatur verklebt und das Buch foliert. Das habe ich auch zum ersten Mal gemacht. Die ersten Exemplare sahen leider nicht so gut aus aber mit der Übung wird man immer besser.
In Helsinki war die ganze Woche leider nur Mistwetter. Heute ist der einzig schöne Tag. Das habe ich auch für einen ausführlichen Spaziergang in der Stadt genutzt. Es gibt selbst direkt im Zentrum schöne Wege bzw. Parks, manche sogar direkt am Wasser.
Auf Sightseeing hatte ich diese Woche auch nur semi-Lust, da eben das Wetter blöd war und mir das alleine nicht so großen Spaß macht. Gestern wollte ich zur Markthalle, wo man viele lokale Spezialitäten und Handwerkskunst erwerben kann. Leider sah ich dann vor Ort, dass sie momentan umgebaut wird und fand keinen Eingang. Stattdessen bin ich dann in eins der zahlreichen Kaufhäuser Helsinkis gegangen und war etwas shoppen.
Bei meinen Spaziergängen sind mir aber viele Kunstwerke mitten in der Stadt aufgefallen. Helsinki ist wirklich eine Stadt für Designer. Auch wegen der zahlreichen Ausstellungsmöglichkeiten, vor allem auch in Museen.
Ich habe mir außerdem ein Ticket für die Oper „Wozzeck“ gekauft, welche gerade in der Nationaloper aufgeführt wird. Das wird auch ganz witzig; in Finnland eine Deutsche Oper mit englischen Obertiteln sehen.


Wirklich doof war, dass in meiner Unterkunft seit Sonntag kein warmes Wasser aus dem Hahn kam und die Heizung auch aus blieb. Gestern haben sich die Handwerker dann endlich erbarmt und das Problem in Ordnung gebracht. Aber diese Woche war trotzdem nicht schön und das wiederholt sich hoffentlich nicht. Das hat meine Laune ganz schön runter gezogen. Es kann also nur besser werden!
Moi Moi und bis nächste Woche, wo es mehr zu berichten geben wird!





