Tag 1 und 2 in Helsinki geschafft!
Nachdem mein Flugzeug pünktlich 7.10 Uhr in Richtung Helsinki abhob, wusste ich wirklich; jetzt wird es ernst.
Noch vor der eigentlichen Ankunftszeit landete ich in Finnlands Hauptstadt. Wir hatten wohl mächtig Rückenwind. So weit, so gut.
Darauf folgte die Odyssee zu meiner Unterkunft, welche sich auf der kleinen Insel Kuusisaari in Helsinki befindet. Um dorthin zu gelangen, musste ich auch gleich die Geduld der Finnen testen. Schließlich konnten mir aber alle Personen, welche ich nach dem Weg fragen musste, gut weiterhelfen. Auf dem Weg vom Flughafen zum Hauptbahnhof erblickte ich einen Mann, welcher im Wald an einem hügeligen Berg Ski fuhr. Lustig, die Finnen!
An der Tram Station, von der es nur 10 Minuten Fußweg zur Unterkunft zu laufen ist, angekommen, bin ich natürlich in die falsche Richtung gelaufen.
Mit dem Koffer durch die Gegend irrend, rief mich meine Gastgeberin an, da ich ihr geschrieben hatte, dass ich mich verlaufen hatte. Sie sammelte mich dann mit dem Auto ein, wofür ich ihr sehr dankbar war.
Ich wohne in einem Zimmer in einem Haus, direkt am Wasser gelegen. Im Moment ist er noch zum Großteil zugefroren aber trotz dessen sieht er wunderschön aus.
Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf ging ich gleich einkaufen. Sogar Sonntags haben die Geschäfte hier geöffnet! Dafür fährt die Tram nicht rund um die Uhr aber das ist zu verschmerzen.
Beim Einkauf konnte ich auch gleich feststellen, dass niemand gelogen hat, als er sagte, dass hier alles teurer ist. 20-30 % ist da ein guter Richtwert. Auch die Bahnpreise sind für Ausländer saftig.
Nun aber zu heute; meinem ersten Tag in der Deutschen Bibliothek Helsinkis!
Dank Google Maps fand ich leicht den Weg zur Bibliothek.
Drinnen wurde ich herzlich von den zwei Kolleginnen begrüßt.
Als ich die Bibliothek betrat, dachte ich mir gleich:
„Wow, so hab ich mir eine Bibliothek immer vorgestellt“
Meter hohe Regale bis zur Decke vollgestellt mit Büchern und Leitern daneben.
Mittendrin sind kleine Sitzmöglichkeiten und ein extra Raum für die Fennica Sammlung, sogar mit einer Fensterbank. Himmlisch!
Nach dem Kennenlernen wurde mir allgemein etwas zur Bibliothek und dem Bestand erzählt, welcher aus ca. 44.000 Büchern besteht. Hauptsächlich teilt sich dies in Belletristik, Bücher zur Literaturwissenschaft und Linguistik, Wörterbücher und Nachschlagewerke sowie Fachzeitschriften zu Literatur, Sprache und Kultur, Geschichte und Landeskunde. Nicht nur von Deutschland, sondern auch aus Österreich und der Schweiz.
Mir wurden die Signaturen erklärt und um mich mit ihnen vertraut zu machen, habe ich gleich den Rücklauf in die Regale einsortiert.
Kurz wurde mir das Bibliothekssystem „PrettyLib“ gezeigt, damit ich darin recherchieren konnte.
In den nächsten Wochen werden einige Veranstaltungen stattfinden, an denen ich teilnehmen darf. Ich bin gespannt!
Ab morgen wird dann auch die Stadt erkundet. Stay tuned!

