Viikko 3

..und schon ist die Hälfte der Zeit rum!
Die Woche verging diesmal sehr schnell.

Und war auch ganz schön anstrengend, denn diesmal war die Bibliothek auch Samstag geöffnet.
Ich habe mich in den letzten Tagen vor allem mit der Verschlagwortung der Krimis beschäftigt. Sie werden auf Deutsch und Finnisch vergeben. Dabei handelt es sich aber immer um die gleichen Wörter; Belletristik, Krimi und Thriller.
Ich durfte auch bei der Ausleihe unterstützend mitarbeiten. Hier wird alles noch per Hand und Zettel gemacht. Nutzerdaten werden auf Papier erfasst und abgelegt und nicht elektronisch gespeichert. Dasselbe gilt für die ausgeliehenen Bücher. Sie haben eine Karte auf der verzeichnet ist, wann der Titel von wem ausgeliehen worden ist.
Am Samstag gab es eine Veranstaltung; ein Erzähltheater für Kinder.
Eine deutsche Autorin erzählte ihre Version des Märchens „Dornröschen“ und band dabei die Kinder aktiv mit ein. Es hat wirklich Spaß gemacht dabei zuzuschauen.
Ich bin auch immer wieder beeindruckt, wie groß die deutsche Gemeinde in Helsinki und Umgebung ist.

Ein Highlight diese Woche war der Besuch der Stadtteilbibliothek in Pasila. Sie ist eine öffentliche Bibliothek mit über 200.000 Medien im Bestand.
Dort habe ich eine Führung durch die Leiterin der Bibliothek bekommen und war schwer beeindruckt von der Einrichtung.
Die Bibliothek ist nicht nur ein Ort für die Ausleihe von Medien, sondern ein Treffpunkt für Menschen aller Art. Es gibt Literatur in allen möglichen Sprachen (Deutsch ist natürlich auch dabei!), damit auch Zugewanderte und/oder Flüchtlinge lesen können. Zur Sprachförderung bietet die Bibliothek „Language Cafes“ an. Dort treffen sich Finnen mit Leuten, die die Sprache lernen wollen und es wird fleißig geübt. Es gibt auch richtige Diskussionsrunden, welche sich an Fortgeschrittenere richten. Die Leiterin erzählte mir, dass dieses Angebot viel genutzt wird und sich an manchen Abenden über 60 Leute eingefunden haben! Daher wurden mehrere Termine angesetzt, da es sich in kleineren Gruppen natürlich leichter lernt.
Was dort auch eine Besonderheit ist, sind Räume in der Bibliothek, welche „gemietet“ (ohne Entrichtung eines Entgeltes) werden können. Egal ob für Lerngruppen der Uni oder einem Meeting einer Firma; jedem stehen die Räume zur Verfügung!
Außerdem bieten sie mehrere Plätze bzw. Wände in der Bibliothek, an denen Künstler ihre Werke ausstellen können. Dies ist auch ein viel genutztes Angebot.
Makerspace ist dort aber noch in den Kinderschuhen, da sind andere Stadtteilbibliotheken schon weiter aber in Pasila wird bald ein 3D-Drucker zur Verfügung stehen.
Ich war wirklich beeindruckt von der Bibliothek!

Ein kleiner Brunnen in der Mitte der Bibliothek, sieht einfach toll aus! auch wenn Wasser und Bücher sich ja eigentlich nicht vertragen (;
eine kleine Galerie, wo Künstler ihre Werke ausstellen können

Umso länger ich hier bin, umso mehr fällt mir aber auf, dass Helsinki gar nicht so groß ist!
Zwei Straßen entfernt von der Deutschen Bibliothek befindet sich schon der Hafen und der Senatsplatz auf dem sich viele Sehenswürdigkeiten befinden.
Der Platz befindet sich außerdem in einer „No Drones-Zone“, dass es sowas gibt, habe ich vorher auch noch nicht gehört.
Nur leider spielt das Wetter hier nicht so ganz mit. An den Wochenenden, wo ausgiebig Zeit zum Sightseeing ist, schüttet es ohne Ende. Unter der Woche gab es aber schöne sonnige Tage. Diese nutze ich für lange Spaziergänge durch die Stadt. Helsinki ist da wirklich ideal für!

Der Dom von Helsinki
Der Trend mit den Liebesschlössern ging auch nicht an Helsinki vorbei!
Passend heißt die Brücke auch „Rakkauden Silta“ (= Brücke der Liebe)